… so textete TuPac Shakur damals. (ca. bei min 1:50)
Jetzt haben wir aber bald einen schwarzen Präsidenten. Sind wir jetzt also doch bereit für einen Black President?
Was hat sich denn groß geändert, dass es jetzt soweit sein soll?
Gestern lief der herausragende Film „Malcolm X“ mit Denzel Washington auf 3-Sat (ja, manchmal kommt im Fernsehen auch etwas wertvolles). Bei einer Szene fiel es mir wie Schuppen von meinen blauen Augen (oder blonden Haaren?): Als der kleinkriminelle Malcolm im Knast auf seinen zukünftigen Mentor trifft, der ihm den Weg zum Islam weisen wird, sagt dieser folgende wichtige Worte: „Berühmte Schwarze gibt es nur in den Bereichen Show, Unterhaltung und Sport. Woanders lässt der Weiße Mann keine schwarzen zu. Man wirft uns Knochen hin, indem nun die ersten Schwarzen Brüder im Profisport mitspielen dürfen und wir freuen uns darüber. Doch wir werden nie eine Schwarzen Bruder in den entscheidenden und wichtigen Ebenen erleben. So wird es immer bleiben.“ (frei wiedergegeben)
Man kann nun behaupten, dass er Unrech hatte und um dies zu beweisen, auf den designierten US-Präsidenten Barack Hussein Obama zeigen.
Ich denke aber eher, dass er Recht hatte. Und schwarze weierhin nicht in die Schlüsselpositionen hervordringen werden. Lediglich ein Umstand wird durch die Wahl Obamas nun noch offensichtlicher :
Das Amt des Präsidenten ist ein reiner Schauspieljob.
Wenn man laufend vom „Mächtigstens Mann der Welt“ liest, dann kann man doch als halbwegs intelligenter Mensch nur lachen. Denn die wirklichen Entscheidungträger und Lenker der USA und der Welt sitzen zwar auch an der Osküste, treten aber nicht so werbewirksam in Erscheinung.
Es ist mit Sicherheit kein Indiz für die fortgeschrittene Emanzipierung der Schwarzen in Amerika und der Welt. Es ist lediglich die offensichtliche Manifestierung, dass es sich beim Amt des Präsidenten um einen Beruf handelt, den man jetzt ruhig auch mal einem Schwarzen anvertrauen kann, um seinen Brüdern (mittlerweil halten sich ja nicht nur seine schwarzen Brüder dafür, sondern auch der vergutmenschlichte Rest der Welt) erneut einen Knochen zuzuwerfen, an dem sie sich für die nächsten Jahre erfreuen können.
Jetzt freut Euch, bleibt ruhig und vergesst die endlos lange Zeit der Unterdrückung!
Malcolm X rotiert wahrscheinlich gerade in seinem Grab.